Alternativtext
Holzbau  

Die Holzarbeiten der Anlage gliedern sich in mehrere Abschnitte. Für die Segmentkästen muss zunächst eine stabile Unterkonstruktion gebaut werden, dann müssen die Segmentkästen selbst gebaut werden sowie die Trassen und der Gleiswendel.

Unterkonstruktion

Mit der Unterkonstruktion soll eine ebene Fläche entstehen, auf der die Segmentkästen aufgebaut werden können. Hierfür scheint eine Höhe von ca. 75 cm angebracht, mit einer Höhe der Segmentkästen von knapp 30 cm ergibt sich so eine Anlagenhöhe von ungefähr 1,05 m. "Ungefähr" deshalb, weil es sich beim Hobbyraum um eine umgebaute Waschküche handelt und der Boden leider nicht eben ist, sondern zu einem Abfluss in der Raummitte hin abfällt. Die Höhe wird also variieren und der Bau der Unterkonstruktion komplizierter werden.

Als erstes wird ein Regal "Gorm" von Ikea zersägt und als Unterkonstruktion für einen Teil der Anlage zweckentfremdet - Lagerfläche kann man schließlich nie genug haben. An die Füße des Regals werden Vierkanthölzer angeschraubt in die zuvor höhenverstellbare Regalfüße aus dem Baumarkt eingebaut wurden. Die horizontale Ausrichtung erfolgt mit einer Wasserwaage, die Entfernung der Vorderseite des Regals von der Wand beträgt 1 m.

Der Rotationslaser auf dem Stativ mit dem er im Raum aufgebaut wird...
...und die Makierung, die der Laserstrahl an die Wand wirft

Nun werden zwei Kanthölzer (74x44) horizontal an die Wand und an der Vorderseite des Regals angebracht. Die einfachste Möglichkeit diese Kanthölzer exakt horizontal anzuzeichnen und dann auch zu montieren ist ein Rotationslaser: Trotz unebenem Boden ist so gewährleistet, dass die Anlage später in Waage steht.
Bei dem Rotationslaser handelt es sich um ein Gerät aus der Bautechnik: Ein um 360° rotierender Laserstrahl aus einem zuvor ausgerichteten Gehäuse zeichnet eine exakt waagerechte Linie auf die Wand und alle an ihr befindlichen Gegenstände, Vorsprünge und Unebenheiten, somit ist das Anzeichnen ein Kinderspiel und eine Sache von wenigen Minuten.

Nach dem Anzeichnen werden die Kanthölzer an der Wand mit 8x100er Dübeln angebracht, an den Regalfüßen mit 3,9x45er Spaxschrauben. Da das Regal nicht über die gesamt Breite der Anlage reicht, muss das Kantholz noch Füße erhalten. Diese entstehen aus den gleichen Kanthölzern wie sie auch später für die Querstreben benutzt werden. Die Füße werden wieder mit einem Einschlaggewinde ausgestattet um kleine Ungenauigkeiten ausgleichen zu können. Nachdem die 74x44er Kanthölzer angebracht sind, können aus 44x44er Kanthölzern die Querstreben angebracht werden auf denen später die Segmentkästen stehen. Die Abstände dieser Querstreben sind so berechnet, dass die Segmentkästen jeweils auf 4 Querstreben stehen, befestigt werden die Streben mit Winkeleisen und kurzen Spaxschrauben, die Länge beträgt 115 cm.

Da die gesamte Konstruktion aus unbehandeltem Holz besteht, wird sie zum Abschluss noch imprägniert um die Empfindlichkeit gegenüber Schwankungen der Luftfeuchtigkeit weitestgehend zu verringern (siehe auch hier).

Eine Aufstellung der verwendeten Materialien mit den insgesamt angefallenen Kosten gibt es hier.

Segmentkästen

Die drei Segmentkästen sollen nach hinten einen erhöhten Abschluss für die Hintergrundgestaltung haben, aus einer verdeckten Ebene für den Schattenbahnhof sowie einer sichtbaren Ebene für den Bahnhof bestehen und der verdeckte Bereich soll von Vorne und den Seiten nicht sichtbar sein. Durch die zur Verfügung stehenden Abmessungen ergeben sich je zwei Segmente mit der Grundfläche 1,5m x 1,1m sowie ein Modul mit 1,25 x 1,1m. In einer Übersichtszeichnung sieht das ganze dann in etwa so aus:

Die Höhen werden wie folgt festgelegt:

  • Höhe der Rückwände: 60cm
  • Seitliche u. vordere Wände: 30cm
  • Höhe Schattenbahnhof: 10cm
  • Höhe Bahnhof: 30 cm

Die diagonale Stabilität ist hier nicht ableitbar, wird aber spätestens durch den Einbau der Trassen im Schattenbahnhof erreicht da die Trassen hier sowohl mit den Querstreben als auch mit den Segmentseiten verbunden werden.

Geplant wird mit 16mm Tischlerplatte. Zwar ist Tischlerplatte nicht grade das günstigste Baumaterial, wenn man sich jedoch durch diverse Foren und Bücher liest, findet man immer wieder den Hinweis, dass 12-16mm Tischlerplatte das Baumaterial der Wahl ist, damit der Anlagenrohbau so wenig wie möglich arbeitet und Transporte gut übersteht. Diesen Erfahrungen werde ich einfach vertrauen (demjenigen, der mehr Informationen sucht sei diese Seite empfohlen) und ggf. lieber ein paar Euro mehr investieren als nachher eine verzogene Anlage zu haben weil ich zu dünnes oder falsches Material genutzt habe.

Da von der Ein- bzw. Ausfahrt des Schattenbahnhofs an eine Steigung zuerst durch den Bogen und dann an der Hinterwand der Anlage entlang in den Sichtbaren Bereich führt, ist hier etwas mehr Aufwand zur Befestigung der Trassen nötig. Zunächst kommt noch einmal Winrail zum ermitteln der Trassenhöhe an verschiedenen Stellen zum Einsatz: Die Trassenhöhe nach der Hälfte der Kurve, am Ende der Kurve (also nach 180°) und am Ende der Steigung sollen im Übersichtsplan eingezeichnet sein. Diese Punkte werden an die entsprechenden Stellen der Segmentkästen übertragen und dann vom Ende der Kurve bis zum Ende der Steigung ein Bindfaden gespannt. Entlang dieses Bindfadens kann nun die komplette Steigung angezeichnet werden, damit spart man sich eine Menge Messarbeiten mit dem Zollstock. Analog der angezeichneten Steigung lassen sich die Stützen für die Trassen leicht aus Resten der Tischlerplatte zuschneiden. Zur Befestigung kommen wieder die bereits erwähnten Spaxschrauben und Holzleim zum Einsatz.

Der Zuschnitt des bestellten Holzes erfolgt i.d.R. innerhalb von 24 Stunden, sodass zeitnah nach der Bestellung mit dem Bau der Kästen begonnen werden kann. Dieser gestaltet sich ziemlich einfach: Nach dem Sortieren werden die Holzteile mit Spaxschrauben (5x50) verleimt und verschraubt, wozu man an Werkzeug Akkuschrauber (am besten zwei, einen zum vorbohren, einer zum schrauben) benötigt, zwei Schraubzwingen, Bleistift, Winkel, Zollstock, Leim und natürlich die erwähnten Schrauben. Die Seitenwände werden jeweils mit 3 Schrauben aneinander befestigt, für die Zwischenstreben erscheinen 2 Schrauben pro Seite als ausreichend. In die Segmentübergangsseiten werden mit einer Bohrschablone noch jeweils 4 8mm Löcher gebohrt, durch diese Löcher werden die Segmente mit 8er Flügelschrauben aneinander befestigt. Damit wären die eigentlichen Segmentkästen soweit fertig, nun sollten zeitnah die Trassenbretter eingebaut werden, um die Kästen auch diagonal stabiler zu bekommen.

Trassen

Der Zuschnitt der Trassenbretter erfolgt ebenfalls aus 16mm Tischlerplatte. Zunächst wird der jeweilige Gleisplan für die einzelnen Segmente durch entsprechende Festlegung des Druckbereichs ausgedruckt und zusammengeklebt. Danach wird das überflüssige Papier so ausgeschnitten, dass nur die eigentlichen Trassen überbleiben, welche letztendlich noch mal so "zerlegt" werden, dass auf der einen Seite möglichst wenig Verschnitt beim Holz entsteht, auf der anderen Seite aber ausreichend Stabilität gewährleistet ist. Die ebenen Trassenbretter montiert man nach dem Zusägen einfach mit 3,9x40er Spaxschrauben und Holzleim direkt auf den Segmenten.

Da von der Ein- bzw. Ausfahrt des Schattenbahnhofs an eine Steigung zuerst durch den Bogen und dann an der Hinterwand der Anlage entlang in den Sichtbaren Bereich führt, ist hier etwas mehr Aufwand zur Befestigung der Trassen nötig. Zunächst kommt noch einmal Winrail zum ermitteln der Trassenhöhe an verschiedenen Stellen zum Einsatz: Die Trassenhöhe nach der Hälfte der Kurve, am Ende der Kurve (also nach 180°) und am Ende der Steigung sollen im Übersichtsplan eingezeichnet sein. Diese Punkte werden an die entsprechenden Stellen der Segmentkästen übertragen und dann vom Ende der Kurve bis zum Ende der Steigung ein Bindfaden gespannt. Entlang dieses Bindfadens kann nun die komplette Steigung angezeichnet werden, damit spart man sich eine Menge Messarbeiten mit dem Zollstock. Analog der angezeichneten Steigung lassen sich die Stützen für die Trassen leicht aus Resten der Tischlerplatte zuschneiden. Zur Befestigung kommen wieder die bereits erwähnten Spaxschrauben und Holzleim zum Einsatz.